Dienstag, 13. April 2010

Chicago

Nach unserer ersten und einzigen 20 Dollar Motel Nacht kamen wir am Sonntag etwas ausgeschlafener in Chicago an. Waehrend die letzten Naechte immer reichlich ungeklaert waren, hatten wir in St. Louis durch Couchsurfer eine Bleibe fuer die ersten Tage in Chicago bei deren Freunden gefunden. Nachdem wir bisher meist recht beengt gewohnt hatten, erwartete uns hier ein Apartement auf 2 Etagen mit 3 Baedern und 4 Mitbewohnern recht nah am Zentrum. Von hier machten wir uns in den vergangenen Tagen auf, die Downtown und umliegende Stadtviertel zu erkunden. Chicagos erster Eindruck ist eine recht industriell gepraegte Stadt, was vor allem durch die alte Metro und ihre Stahlbruecken immer wieder bestaerkt wird.

Von buckeye-state-trip

Downtown ist eine Hochauslandschaft, wobei die Architektur recht unterschiedlich in ihrer Erbauungszeit ist. Es werden zahlreiche Fuehrungen zu diesem Thema angeboten, welche uns jedoch mit ueber 30 Dollar pro Nase doch zu fett waren. Ein wenig Hoffnung hatten wir, eine kleine Tour von unseren Gastgebern zu erhalten, da ein Maedel Innenarchitektin und ein anderer Architekt in Chicago sind. Leider hat dies nicht geklappt. Eine Tour erhielten wir jedoch von Mitbewohner Nummer 3 zum Thema Millenniumspark und Chinatown, wie so oft gleich verbunden mit einer generellen individuellen Betrachtung des Zeitgeschehens. Immer wieder schoen. :) Der Rest Chicagos ist sehr unterschiedlich: Strand, Parks, kleine niedliche bis hippe Stadtteile, dunkle Ecken (diesmal nicht direkt gesehen) - alles dabei.

Von buckeye-state-trip

Weil dann alles so nett mit uns war - und niemand anderes der Couchsurfer Community so nett war, uns nette Maedels aufzunehmen - durften wir dann statt 2 vereinbarten Naechten, die ganze Zeit von 5 Naechten bleiben. So richtig merkt man uns jedoch auch nicht, gibt es 2 Eingaenge und fruehe Aufstehzeiten der Werktaetigen. Zum Dank gab es heut selbstgemachte Soljanka, da wir fuer dieses deutsche Gericht alle Zutaten halbwegs einfach finden konnten (danke Aldi).

Am Freitag geht es recht zeitig nach New York. Unsere dortige Unterkunft hat sich heute auch endlich mal gemeldet. Dieses mal nicht Cochsurfing sondern "Airbnb", was quasi Couchsurfing fuer ein paar Dollars ueber eine Zwischenagentur ist. Diese transferiert (einen Teil) das Geld dann, nachdem man Gast war, um die Verbindlichkeit zu halten. Vielleicht alles etwas verbindlicher und vielleicht fuer recht gross geratene Staedte etwas sicherer aber immernoch guenstiger, als dann das eventuell notwendige last minute Hostel.

Samstag, 10. April 2010

Milwaukee, Wisconsin

..heisst die Stadt, in welche wir uns reichlich spontan 'verfahren' haben. Nachdem wir am Freitag Morgen in St. Louis (siehe Bild unten) noch immer keine Nachricht potentieller Couchsurfer aus verschiedensten moeglichen Staedten hatten, beschlossen wir einfach in Richtung Chicago zu fahren und auf einen Anruf zu hoffen.

Von buckeye-state-trip

Kurz vor dem heiss entgegen gefieberten Zwischenstop 'Outlet with over 120 Stores', kam dann der erhoffte Anruf eines Hosts, Nicole, uns zwar nicht aufnehmen zu koennen, aber sich um etwas kuemmern zu wollen. Sehr nett. Das ganze etwas noerdlicher, als wir eigentlich urspruenglich wollten: In Milwaukee an einem der grossen Seen (Bild unten).
Etwas zufriedender fingen wir also an zu shoppen, wobei die Laune etwas verflog, weil wir nix fanden :/. Gegen Abend erreichten wir die Stadt und aus 'kein Platz/nicht moeglich' wurde 'ihr koennt bleiben'. Zunaechst erfreut ging es dann recht fix nach 5 Minuten in irgendeine Bar, wo wir uns auf einmal ohne unsere Gastgeberin wieder fanden. Leider standen bei der unsere Sachen sowie unser Auto. Die Laune fuer eine ausgiebige Kneipentour, hatten wir offenbar nach 6-7 Stunden Reise in St. Louis vergessen. Ohne Hoste, dafuer aber mit ziemlich strange aussehenden anderen Couchsurfern aus der Stadt, welche offen zugaben, dieses Treffen als eine Art Networking Place zu nutzen, weil sie sonst keine Freunde haetten. Mhmmm. Der Barman erwiederte auf seinen Ursprung und den GRund fuer seinen Zuzug nach Milwaukee unwirsch '9/11, NYC'. Ein andere hatte 1 Woche bis es zurueck in den Irak ging. Danach Afghanistan. Spannende Geschichten hinter interessanten Menschen aber so ganz ohne Orientierung ueber die eigentliche Lage in diesem Moment etwas strange und anstrengend. Nach ca. 4 Stunden fanden wir dann auch unseren Host in einer anderen Bar wieder, zu welcher wir Gott sei Dank noch hingefahren wurden. Es ist ja nichts in erlaufbarer Naehe. Voellig betrunken ging es hinter das Steuer und irgendwie wachten wir heute morgen dann auf unseren Matratzen heil wieder auf. Heute gehts dann nach genau einer Woche Couchsurfing mit fast taeglich wechselnder Unterkunft und leicht angestiegenem Spannungsbogen zum Schluss ins: Motel.

Von buckeye-state-trip

Samstagshighlight war Laundry zusammen mit ein paar Kids + Mutti aus der Nachbarschaft. Die fanden Fotos ganz klasse und wollten dann auch mal selber, was durch den zu letzt gesteigerten Wert des neuen Objektives dann doch schnell wieder unterbunden wurde. Kein Taschenfach erschien sicher, was wirklich keine Uebertreibung ist. Franzi kapitulierte dann und brachte ausser uns alle Dinge ins Auto. Ein paar witzige Bilder entstanden jedoch durch die 2 kleinsten. Ein anschliessender Spaziergang Downtown fuehrte uns dann in die Bibliothek, aus welcher wir gerade berichten. Viel Spass mit den Bildern.

Von buckeye-state-trip

Morgen geben wir in Chicago unser Auto ab. Alle Leute, die wir bisher getroffen haben, sind von Chicago sehr begeistert und empfehlen sie uns als die 'letzte grosse richtige Grosstadt der USA'. Wir sind gespannt. Gen Ende der Woche geht es nach New york, um am Dienstag, den 20. am Abend in den Flieger zu steigen und am Mittwoch deutschen Boden zu erreichen.

Generell kann man zusammenfassen, dass die Menschen, welche wir auf unserer Reise vor, als auch nach Athens kennen gelernt haben, kaum mit den dort gemachten Bekanntschaften zu vergleichen sind. Alle sind wahnsinnig offen und hilfsbereit und fragen viel ueber das deutsche politische System, amerikanische Klischees in unserem Land oder die allgemeine Sichtweise auf verschiedenste soziale, kulturelle oder politische Entwicklung. Die doch eher manchmal desinteressierte Sichtweise Athens kann dabei in keinster Weise bestaetigt werden - eher im Gegenteil. Viele sind doch sehr kritisch, was ihre eigenes Land angeht. Viel gelernt und hoffentlich noch nicht zu Ende.

Liebe Gruesse
Franzi und Gundu

Mittwoch, 7. April 2010

ohio, pennsylvenia, ohio, indiana, illinios and missouri..

..heisst die Strecke, die wir seit Beginn am Sonntag hinter uns gebracht haben. Von der aufregenden Highwaystrecke gibt es heute auch mal ein paar Bilder. Neben weiten Kornfeldern heute und gestern, ueberraschen vor allem Jesus-Signs und ueberdimensionale Kreuze. Dies kann man sich dann mit dubiosen Radiosendern begleiten lassen, die recht kirchenfreundliche Argumentationslinien aufweisen.........

Von buckeye-state-trip

Den 2. Teil von Cleveland liessen wir sein, da wir am Abend noch nach Downtown fuhren, am Wasser entlang spazierten und in einer weiteren Bar endeten. Wir fuhren stattdessen zurueck ins Herz von Ohio, zum Amish Heritage Center, da unteranderem in Ohio die groesste Amish Community Amerikas lebt. Wir mussten dafuer den Highway verlassen und quasi uebers Land fahren. Land war dann auch Land. Dies erfuellte so ziemlich alle Klischees, die man bisher ueber die laendlichen Gegenden hat eignetrichtert bekommen. Fahnen in allen Vorgaerten, alles sehr sehr sehr geleckt. Keine Rasenkante ungleich der andere, kein Brett des Hauses nicht im gleichen Farbton zueinander usw usf. Zwischendurch dann immer wieder ein paar Amish in ihren Pferdekutschen und traditionellen Kleidchen und Haeubchen.

Von buckeye-state-trip

Nach einer dann bald endlos erscheinenden Odyssee kamen wir zurueck auf den Highway (wir danken unserem Navy fuer ein paar extra Doller pro Tag quasi stuendlich) und endeten wenige Stunden spaeter in Indianapolis, Indiana. Kaum aus dem Auto gestiegen, biss erst mich und kurz darauf spaeter Franzi ein unsagbar kleiner, noch unglaublich haesslicher garstiger Mops. Nur mit Flip Flops ausgestattet und auf ein Nachtlager angewiesen, konnte man sich leider auch kaum verteidigen und machte gute Laune. Franzi stand innerlich kurz vor der Abreise. Ergebnis fuer uns waren ziemlich krass erscheinende blaue Flecke und Stubenarest fuer den Koeter. 2 Katzen hielten uns dann in der anschliessenden Nacht bei Laune, da sie unglaublich gern ihre offensichtlich unglaublich lieb gewonnene Couch, auf welcher nun Franzi schlief, teilen wollten. Mit so Glockenhalsbaendern konnte man sie scon von weiten erahnen, hatte doch unser Zimmer doch keine Tuer. Ein Schlaferlebnis von maximal 2 Stunden am Stueck :)

Indianapolis selbst bot uns eine Fahrt in die Downtown mit quasi semiprofesioneller Fuehrung und einem wirklich tollen Lagerfeuer, begleitet von Gitarrenmusik der 3 Jungs sowie Gesang aller 5 'Hosts". Getopt wurde das ganze dann mit Marshmallowrosting, welche fertig in den Keks mit Schokolade gepackt wurden. Ich war am Morgen noch satt.

Von buckeye-state-trip

Heute sind wir ziemlich durchgefahren und in St. Louis angekommen. An der Stadtgrenze verirrten wir uns dank zu frueher Abfahrt meiner uns in eine doch recht dunkle Ecke der STadt und lernten so wieder einmal - wie schon teilweise auch in Indianapolis - eine Ecke kennen, die wohl nicht im Lonely Planet steht.

Fuer die naechsten beiden Naechte bleiben wir nun hier, um den Rest unserer Route zu planen. Die sieht naemlich noch etwas unklar aus. Final ist Chicago - und zwar am Sonntag.

Montag, 5. April 2010

..in the summer of 69..

war der 1. Song welcher uns auf unserer Tour begleitete. Ostersonntag war nach einem weiteren Aufenthalt bei Brie Start in Columbus. Nach 3 Stunden Fahrt mit einer fast schon riskanten Geschwindigkeit von 55-65 Milen Hoechstgeschwindigkeit (ca. 110km/h +x) erreichten wir Pittsburg, eine wirklich nette Stadt. Couchsurfer Elijah, empfing uns im studentisch/juedisch orthodoxen gepraegten Wohnviertel zusammen mit 4 seiner Freunde (2 Hollaender, ein Inder und ein Ami, aufgewachsen in Indonesien) zum Easter Dinner. Salat, Schinken, Kartoffeln - alles total toll und zusammen mit den Geschichten der anderen absolut lustig. Danach fuhren wir alle gemeinsam (in einemfuer Amerika typischen Auto - die Klischee ueberschlagen sich fast) zu einem der Downtown vorgelagerten Huegel, um Postkartefotos zu machen, welche ihr auf der Fotoseite finden koennt.

Von buckeye-state-trip


Von buckeye-state-trip

Heute (Ostermontag) war hier schon kein Feierabend mehr und wir besuchten die Uni, mit doch recht interessanten Vorlesungsraeumen, erneut Downtown etc., um dann gegen Nachmittag nach Cleveland weiter zu fahren. Hier uebernachten wir bei einem sehr netten Paerchen, die mehr deutsche Filme gesehen zu haben schienen, als wir beide zusammen. Sie zeigten uns ein wenig die Stadt. Morgen gibt es Teil 2 von Cleveland, bevor wir uns auf den "Rueckweg" in die andere Richtung machen, um nach Indiana und spaeter St. Louis zu fahren.

Von buckeye-state-trip

Samstag, 3. April 2010

bergfest vorrueber

Der 21. Tag unserer 37 Tagereise neigt sich dem Ende entgegen. Das Projekt - und damit auch endlich irgendwie das Wintersemester - ist seit gestern Abend vorrueber und wir blicken knapp 2 1/2 Wochen Urlaub entgegen.

Projekt vorbei heisst Praesentation ueberstanden aber noch keine Bewertung erhalten. Das Verhaeltnis in unserem 4erTeam war zum Schluss - trotz einigem Aufwind in der letzten Woche - absolut miserable. Als einige Fehler der Jungs dann am Morgen der 9Uhr Praesi herauskamen und sie uns kurz vor dem Start sagte, Folien aus unserem Praesentationsteil geloescht zu haben, erreichte die Stimmungskurve dann das Ziel Explosion. Ich konnte mich nach 2 Wochen vorbildlicher Selbstbeherrschung, welche von Franzi ausdrueklich gelobt wurde, nicht mehr zusammenreissen. Die Praesentation selbst ging irgendwie vorbei, danach gab es zumindest mit Rob keine Verabschiedung mehr. Zum Abschlussessen erschien nur Scott, die Facebook"freundschaft", so entdeckten wir vorhin, ist gekuendigt. Alles in allem ziemlich enttaeuschent, da der Start viel versprechend war, doch das Ergebnis weit unter unseren Erwartungen und unserer (aller 4) Moeglichkeiten. Teamwork sieht anders aus.

"Team" gabs dafuer mit den Deutschen. Fuehlen uns gerade ein wenig im kleinen typischen sozialen Loch nach 2 Wochen wirklich guter Gruppenatmosphaere. ;) Befinden uns gerade fuer eine Nacht in Columbus bei Brie, bei welcher wir schon vor Athens waren. Da sie heute in ihrem 2. Job im Pub arbeitet, erholen wir uns mit dem ersten Abend ohne Aktivitaet und planen endlich mal unsere Reise. Hektisch haben sich fuer Pittburgh und Cleveland noch Couchsurfer gefunden, so dass die 2 naechsten Naechte gesichert sind. Unterkunft 1, ein junger Herr moechte uns mit einem Easter-Dinner mit seinen Freunden und anschliessendem Night-Sightseeing begruessen. Geschafft (+ einmal kraenklich, Franzi) erwarten wir aber erstmal unserer Matratzenlager nach 2 Wochen koeniglichem Hotelbettkomfort. Das einzige was uns jedoch wirklich nicht fehlen wird ist Hotelfruehstueck ;) Pleasure!!

Donnerstag, 1. April 2010

improving our english in america ..

or 'how to speak Lorio'

NEULICH IN DER MENSA

Franzi: Mensch die Amis koennen auch nicht einfach mal so laestern...

Gundu: mhmm?

Franzi: naja.. z.B. bei uns im Team, bei der Gruppenarbeit. Wenn denen was nicht passt, wissen sie, dass wir sie verstehen.

Gundu: hmmm

Franzi: naja die hier drueben koennen auch nicht einfach mal sagen.. heisse Bienen..

[beide schweigen]

Franzi: hot bees

Gundu: [stirbt vor lachen]




Ansonsten gibts hier gerade wenig zu lachen. Bald mehr..

Sonntag, 28. März 2010

1/3 done

Ein Drittel unserer Reisezeit ist an diesem Wochenende vorrueber. Um uns ein wenig mehr in die amerikanische Kultur einzufuehren und das Gruppenfeeling zu staerken, gab es am Samstag Grillen und Baseball.
Am Abend zuvor waren wir wieder in 'Athens Downtown' unterwegs, um nach 2 Laeden auf einer kleinen Privatparty zu landen, welche mehr oder minder spontan von 2 Amerikanerinnen fuer die noch anwesenden deutschen Nasen gestartet wurde. Alles sehr nett und witzig. dank einzelner Tanzeinlagen zu Backstreet Boys und schlimmen deutschen Stadion(atzenpogo)liedern . Da wir also Freitagabend doch recht gut und lange unterwegs waren, viel das !Aufstehen! zum Sausage/Burger/Hot Dog !Essen! nun nicht ganz so leicht. Leider wurde zu Gunsten der Moeglichkeit des Biertrinkens das Grillen von einem gruenen Park auf einen parkplatzaehnlichen Hinterhhof verlegt. Da 12 Uhr Mittags und noch leicht verkatert, machte niemand von dieser netten Geste Gebrauch. Mit Sonne und dank Organisation und Durchfuerhung des Grillens von einer Amerikanerin dann aber doch sehr nett und der Entspannung sehr sehr dienlich. :)

Von buckeye-state-trip

Anschliessend gings zum Baseball - und zwar gleich fuer 3 Stunden. Mit schoenem Wetter, einer kurzen Regeleinweisung unserer Jungs und interessanten/witzigen Gespraechen dann eigentlich ganz witzig und als Teambildungs-Massnahme sehr nuetzlich.

Von buckeye-state-trip

Zum Abend dann wieder "Athen's City" mit Privatparty, bei der es mir persoenlich dann dank Muedigkeit schon echt schwer viel, ein paar Gespraeche anzuregen.

Der heutige Tag besteht bisher aus Ausschlafen und Bibliothek/Projektarbeit. Zum Abend soll es eine kleine Feierlichkeit ehemaliger Austauschleute von unserem Projekt zu Ehren unserer Anwesenheit geben ;)

Mehr Bilder wieder hier