Samstag, 20. März 2010

totally Midwest

Bevor es zum spaeten Nachmittag nach Athens ging, verbrachten wir zusammen mit Brie den Tag im German Village. Quasi angelegt von einer der groessten deutschen Population, welche hier 'vor langer Zeit' lebte. Mit Schillerplatz und Frankfurtstreet und einem Schmidts Restaurant, in dem alle moeglichen 'deutschen Dinge' von Frauen im Dirndl serviert werden. Immer melodisch und schwungvoll begleitet von Dschinghis Khan Musik. Im Reisefuehrer wurden ein paar Brauerein erwaehnt, welche im Zuge der Ansiedlung entstanden waren, jedoch heut nicht mehr aktiv sind. Die damit angeblich verbundene (ebenfalls erwaehnte) Kneipenkultur war allerdings nicht zu sehen. Dafuer viel amerikanische Weite.

Von buckeye-state-trip

Zum Mittag ging es in den Norden der STadt. Naeher an der Ohio State University (von den Studentenzahlen immer so unter den 4 groessten Uni des gesamten Landes) gelegen, auch mehr Hipviertel mit vielen Galerien und Ausstellungen. Die Zeit draengte jedoch, so dass wir zurueck zum Flughafen mussten, wo auch schon ein Prof der Uni Athens wartete, um uns im etwas gross geratenden Chevrolet (liebevoll 'the Girl' genannt) abzuholen.

Nun sind wir da. In Athens einer alterwuerdigen Universitaetsstadt (ca. 200 Jahre alt, ohja!). Hier werden wir 2 Wochen bleiben. Da wir soeben vom ersten Bier mit unseren Teammitgliedern aus Leipzig zurueck sind, hat sich der erste Schock ein wenig gelegt. Nachdem ich gestern schrieb, wir seien im TV-Amerika angekommen muss ich heute berichten, dass wir nun in der Provinz gelandet sind. Also der richtigen, der eigentlich unvorstellbaren Provinz. Selbst Franzi, die ja nun durch Schweden etwas mehr Ruhe und Abgeschiedenheit gewohnt war, war - zu Recht - ueberrascht. Unser Shuttle-Prof wollte uns noch etwas Gutes tun, und fuhr fuer den groben Einblick ins amerikanische Provinzleben einen kleinen Umweg. Vorbei an bracher Bebauung, traurigen Schiessplaetzen und - nicht zu letzt durch die eher noch triste Natur - graue Campingmoeglichkeiten und verlassene Bretterbudendiner. Sonst nichts. Auf die Nachfrage, wovon denn die Leute hier so (weit) ausserhalb der Unistadt Athens leben wuerden, gab es so richtig keine Antwort als auch keine Vermutung. Nur das Murmeln von: "good question". Vor 100 oder 150 Jahren haette die Wirtschaft aber floriert. Aha. Momentan wird ein grosser Highway um die Stadt gebaut (Anti-Krisen-Geld-Verbauung), so dass damit zu rechnen ist, dass es danach fuer die paar wenigen ansaessigen Laedchen noch schlimmer aussieht.

Athens selber bestach im ersten Moment mit einer schier unsagbar haesslichen langen Strasse, an welcher sich ein Megastore an den anderen anreihte. Wallmart, Aldi, CVS Pharmacy etc. Nicht sehr schoen. Im Moment faellt es mir schwer, diesen wirklich ein Foto zu widmen. Der Vollstaendigkeit muesste es jedoch noch eins geben. Wie immer in Film und Fernsehen berichtet, auch niemand auf den Strassen - das man auch den kuerzesten Weg mit dem Auto faehrt und jeder Extraweg kein Weg zu viel sein kann, hatten wir aber schon von Brie in Columbus gelernt.
Nach einem kurzen Einchecken im (Luxus-) Hotel mit 80$/Nacht (da ist das Geld des akademischen Auslandsamt vom Lehrstuhl vor Ort gut angelegt) ging es kurz zusammen mit den anderen zu Fuss in die 'City'. Diese ist im Moment sehr leer, da Semesterpause - Springbreak - ist, was die Optionen der Unterhaltung nicht gerade erweitert hat. Wir sind und bleiben also gespannt.

Morgen findet die Eroeffnung des Programms und die Marketingprojektvergabe fuer alle fast pleitegehenden Wine- oder Foodstores, Kinos und Gamespielhallen statt, die bereit waren am Projekt mitzuarbeiten, soll heissen ihr Problem zur Verfuegung zu stellen. Diese Probleme werden wir dann loesen ;)

Bilder wieder im Stream. Viel Spass und beste Gruesse von uns beiden

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